Antikörper als Arzneimittel

Neue Vorhersagesysteme für die Reaktion im Menschen

10.02.2014

T-Zellen sind Immunzellen, die in der Abwehr von Viren eine zentrale Rolle spielen. Die andauernde Anwesenheit von Cytomegaloviren (CMV) behindert ihre Funktion. 
Im Bild: Zwei T-Zellen (rot) in…

HZI / M. Rohde

Es war eine dunkle Stunde der Arzneimittelentwicklung: Im März 2006 wurde „TGN1412“ als Arzneimittel gegen Autoimmun- und Tumorerkrankungen zum ersten Mal im Menschen getestet. Alle sechs gesunden Probanden, die freiwillig an der Studie teilgenommen haben, entwickelten innerhalb kürzester Zeit einen sogenannten Zytokin-Sturm: Ihr Immunsystem lief nach Gabe des monoklonalen Antikörpers Amok. Bis heute analysieren Wissenschaftler die Ursachen für diese unerwartete Reaktion. Schließlich waren zuvor alle Tests mit menschlichen Zellen und Tieren problemlos verlaufen.

Forscher des TWINCORE - Zentrum für Experimentelle und Klinische Infektionsforschung,  einer gemeinsamen Einrichtung des Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung (HZI) in Braunschweig und der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH), sind nun dem Mechanismus einen wichtigen Schritt näher gekommen, der diese heftige Reaktion erklärt. Diese Erkenntnisse werden helfen, die Einschätzung von Arzneimittelwirkungen im Menschen zu verbessern. 

Mehr dazu lesen Sie in der Pressemitteilung des Twincore.