Studienzentrum Hannover

Mit deutschlandweit 200 000 Teilnehmern und 18 Studienzentren ist die „Nationale Kohorte“ die größte Gesundheitsstudie der deutschen Geschichte. Im Studienzentrum Hannover sollen 10 000 Teilnehmer aus dem Großraum Hannover untersucht und befragt werden. 

Ab September 2012 wird mit der Einladung der ersten 200 Studienteilnehmer in das neue Zentrum begonnen.  Die erste und sehr bedeutende Phase der Gesundheitsstudie dient dazu, Untersuchungsabläufe zu testen, Fragebögen zu optimieren und erste Ergebnisse zu erhalten. Die Hauptstudie beginnt dann im Frühjahr 2013.

Die Nationale Kohorte

„Gemeinsam für ein gesünderes Deutschland“ – dafür haben sich die Helmholtz-Gemeinschaft, universitäre Partner und bekannte Forschungseinrichtungen zusammengeschlossen und die größte deutschlandweite Gesundheitsstudie mit dem vorläufigen Namen „Nationale Kohorte“ ins Leben gerufen. 

Die Studie soll die Ursachen von Volkskrankheiten wie Herz-Kreislauferkrankungen, Krebs, Diabetes, Demenz, Infektionen oder Erkrankungen des Immunsystems aufklären. Menschen aus ganz Deutschland werden medizinisch untersucht und nach ihren Lebensgewohnheiten (z.B. körperliche Aktivität, Rauchen, Ernährung, Beruf) befragt. Darüber hinaus werden von allen Studienteilnehmern Blut-, Urin-, Stuhl- und Speichelproben sowie Nasenabstriche gewonnen und für spätere Forschungsprojekte in einer zentralen Bioprobenbank gelagert. Nach 4 Jahren werden alle Teilnehmer zu einer zweiten Untersuchung und Befragung in die Studienzentren eingeladen. Im Laufe der geplanten Nachbeobachtung von bis zu 20 Jahren werden bei vielen Teilnehmern Erkrankungen auftreten, die dann mit den vor der Erkrankung erhobenen Daten in Verbindung gebracht werden können. Die Studie bietet damit einzigartige Möglichkeiten für eine Vielzahl von wissenschaftlichen Untersuchungen für bessere Früherkennung, Vorbeugung und Behandlung von Krankheiten. Die Studie wird aus öffentlichen Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, der Helmholtz-Gemeinschaft und der Bundesländer finanziert. www.nationale-kohorte.de

Was macht ein Epidemiologe?

Ein Epidemiologe beschäftigt sich unter anderem mit der Verteilung und Ausbreitung bestimmter Krankheiten in der Bevölkerung. Er untersucht mit Hilfe von systematischen Befragungen, klinischen Untersuchungen und Labormessungen, welche Faktoren zu Gesundheit oder Krankheit beitragen.