Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung

Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung

Tatsachen? Forschung unter der Lupe

Tatsachen? Forschung unter der Lupe präsentiert Ihnen spannende und aktuelle Wissenschaftsthemen. Führende Experten diskutieren mit Ihnen über Themen wie Gentechnik, Stammzellenforschung oder die Mobilität der Zukunft. Wechselnde Formate lassen viel Interaktion mit den Referenten zu und geben dem Publikum eine starke Stimme. Tatsachen? Forschung unter der Lupe wird gemeinsam vom Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung und dem Haus der Wissenschaft Braunschweig organisiert. Die Veranstaltungsreihe wird gefördert durch die Stadt Braunschweig.

26. April 2012 - Wenn Philipp nicht mehr zappeln darf: Ritalin in der Diskussion

Vortrag und Diskussion im Haus der Wissenschaft Braunschweig

am 26. April 2012 um 19:30 Uhr

Laut Krankenkassenstatistiken ist in fast jeder deutschen Schulklasse ein Kind zu finden, dass aufgrund einer Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung mit dem Medikament Ritalin behandelt wird. Der Wirkstoff Methylphenidat soll die Symptome vermindern und so die psychologische Behandlung  Betroffener erleichtern. Wann empfiehlt sich die Verordnung von Ritalin? Und wo kann man ansetzen, um einen zu frühen Medikamenteneinsatz zu verhindern? Werden mit Ritalin schon die Jüngsten unserer Gesellschaft in eine Medikamentenabhängigkeit geführt? Was bedeutet es, wenn auch Studierende Ritalin nehmen, um dem Erwartungsdruck standzuhalten? Gemeinsam mit Ihnen und unseren Expertinnen und Experten möchten wir diese Fragen beantworten und klären, inwiefern diese Diskussion auch unsere Gesellschaft widerspiegelt. Sind wir zu sehr auf Leistung und Konformität ausgerichtet?

Referenten

  • Prof. Dr. Daniela Hosser, Institut für Psychologie, TU Braunschweig
  • Dr. med. Ulrich Frank, Arzt für Kinder- und Jugendmedizin, Kinderneurologie, Klinikum Braunschweig
  • Dr. med Karan Amirpour, Arzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Braunschweig
  • Jonas Poskowsky, HIS-Institut für Hochschulforschung

Moderation

Dr. Jo Schilling,  Wissenschaftsjournalistin

 

29. März 2012 - Wasser: Ressource und Konfliktstoff

Vortrag und Diskussion im Haus der Wissenschaft Braunschweig

am 29. März 2012 um 19:30 Uhr 

Obwohl Wasser die Erde zu mehr als 70 Prozent bedeckt, ist nur ein Anteil von 0,6 Prozent der gesamten Wassermenge für den Menschen nutzbar. Wo wird Trinkwasser dringend benötigt und an welchen Stellen wird es verschwendet? 
Die Kriege der Zukunft werden möglicherweise um Wasser geführt, denn Wasser ist eine lebensnotwendige Ressource, die bei einer Verknappung hohe Gewinne verspricht. Gibt es Möglichkeiten eines nachhaltigen und vor allem weltweit anwendbaren Wassermanagements? Diskutieren Sie mit unseren Experten diese und weitere Fragestellungen im Rahmen der Veranstaltung.

Experten

  • Prof. Dr. Ali Müfit Bahadir, Institut für Ökologische und Nachhaltige Chemie, TU Braunschweig
  • Prof. Dr. Ulrich Menzel, Institut für Sozialwissenschaften, TU Braunschweig
  • Dr. Bernd Klauer, Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung 
  • Markus Koenemann, Ingenieure ohne Grenzen e.V., Regionalgruppe Braunschweig

Moderation

  • PD Dr. Manfred Höfle, Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung

Eintritt frei.

 

23. Februar 2012 - Lebenslang treu sein: Wunsch oder Wirkichkeit?

Vortrag und Diskussion im Haus der Wissenschaft Braunschweig

am 23. Februar 2012 um 19:30 Uhr 

Was ist das Geheimnis lebenslanger Treue? Warum sehnen wir uns nach Bindung? Gibt es Menschen, die von Natur aus treuer sind als andere?
Studien belegen, dass uns Treue wichtig ist. Trotzdem kann rund die Hälfte dem „Reiz des Neuen“ nicht widerstehen. 
Die Evolutionsbiologie gesteht dem Menschen nur eine mäßige Eignung zur Monogamie zu. Es sei geradezu erstaunlich, längerfristig „nur“ einen Sexualpartner zu haben. Gerade durch die zunehmende Mobilität und die nahezu unbegrenzten Möglichkeiten des Internets sind das Kennenlernen und die Auswahl potentieller Partner einfacher als je zuvor. Wie schaffen es Paare angesichts dieser Verlockungen standhaft zu bleiben? Sind es die äußeren Einflüsse, die entscheiden, ob wir treu sind oder hängt dies letztendlich von der genetischen Veranlagung ab?

Referenten

  • Dr. Christoph Kröger, Institut für Psychologie, TU Braunschweig
  • Dr. Dietrich Klusmann, Institut für Medizinische Psychologie, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
  • Holger Barkhau, Jugendberatung bib
  • Dr. Holger Herma, Institut für Sozialwissenschaften, Universität Hildesheim

Moderation: Claudia Gorille, Journalistin

 

Eintritt frei.

 

 

Archiv

26. Januar 2012 - Privatsphäre im Social Web

Vortrag und Diskussion im Haus der Wissenschaft Braunschweig

am 26. Januar 2012 um 19:30 Uhr 

Wer ist mit wem und wie vielen befreundet und wie war das letzte Wochenende? Das alles geben Internetnutzer bewusst oder unbewusst ihrem (virtuellen) Freundeskreis preis. Facebook, Google und Apple erfassen zusammen mehr persönliche Daten als jedes Einwohnermeldeamt. Den Internetkonzernen gefällt das, sie wollen immer mehr. Doch wie kann Privates privat bleiben? Immer wieder gibt es Diskussionen über mögliche Datenschutzeinstellungen zum Beispiel auf Facebook, die unbemerkt durch das Unternehmen geändert werden.
 Durch neue Tools wie Gesichtserkennungsprogramme oder Lokalisierungsdienste müssen sich die User verstärkt auf ihre Bekannten verlassen, wenn es um den Schutz ihrer Daten geht. Was geschieht damit und warum geben wir so bereitwillig Auskunft über das was wir tun und was uns bewegt? Ist dies die bloße Sehnsucht nach Anerkennung? 

Referenten

  • Prof. Dr. Susanne Robra-Bissantz, Institut für Wirtschaftsinformatik, TU Braunschweig

  • Dr. Petra Sandhagen, Institut für Psychologie, Universität Hildesheim

  • Prof. Dr. jur. Ralf Imhof,  Institut für Geistiges Eigentum, Recht und Wirtschaft in der Informationsgesellschaft, Ostfalia

  • Prof. Dr. Rolf Nohr, Institut für Medienforschung, HBK Braunschweig   

Moderation   

  • Dr. Heike Steingaß, regjo 

 

 

24. November 2011 - Biobanken - Bibliotheken für den medizinischen Fortschritt oder Quell kommerzieller Interessen?

Vortrag und Diskussion im Haus der Wissenschaft Braunschweig

am 24. Vovember 2011 um 19:30 Uhr

 

Immer wieder verabreichen Ärzte Medikamente, von denen sie vorher nicht wissen, ob sie dem Patienten auch helfen. Mithilfe von Biomaterialbanken soll künftig eine individuell wirksame Therapie bereits vor Beginn einer Behandlung identifiziert werden. Blut-, Urin-, Stuhl- und Gewebeproben verknüpft mit personenbezogenen und medizinischen Daten des Spenders werden in diesen Biobanken gesammelt. Anhand der Proben und Daten wollen die Wissenschaftler Fragen im Grenzland zwischen Lebensstil, Krankheit, Umwelt und Genetik beantworten. Doch Biobanken werfen auch ethische und rechtliche Fragen auf. Wer garantiert den Schutz der gesammelten Daten? Wofür werden diese genau verwendet? Stehen lediglich wissenschaftliche Interessen im Vordergrund oder sind nicht auch kommerzielle Nutzungen denkbar und sogar erwünscht? 
Diskutieren Sie mit unseren Experten über den Sinn und Zweck von Biobanken im Spannungsfeld zwischen Datenschutz, Eigentumsrechten und medizinischem Fortschritt.

Referenten

  • Prof. Dr. Michael Krawczak, Wissenschaftlicher Leiter der Biobank
    PopGen, Universitätsklinikum Schleswig-Holstein
  • Prof. Dr. Peter Dabrock, Systematische Theologie mit dem Schwerpunkt Ethik, Universität Erlangen-Nürnberg
  • Prof. Dr. Michael Kabesch, Kinder- und Jugendmedizin, Medizinische Hochschule Hannover

Moderation

  • Hannes Schlender, scienceRELATIONS Wissenschaftskommunikation 

 

 

20. Oktober 2011 - Infektionen - zunehmende Bedrohung für eine alternde Gesellschaft?

Jeder wünscht sich - möglichst gesund - ein hohes Alter zu erreichen. Zwar ist die Lebenserwartung in den Industrienationen deutlich gestiegen, die Lebensqualität im Alter lässt sich jedoch noch deutlich verbessern. Alterungsprozesse betreffen das Immunsystem genauso wie etwa Augen oder Ohren. Im Alter stehen dem Immunsystem nicht nur weniger Zellen zur Verfügung, diese reagieren auch schlechter auf eine Infektion oder notwendige Impfungen. Durch neue Strategien lässt sich das alternde Immunsystem stärken. Die bislang für junge Erwachsene optimierten Arzneistoffe werden gezielt auf die Bedürfnisse Älterer abgestimmt.

Warum steigt die Anzahl der infektionserkrankten Menschen ab 65 Jahren an? Erfahren Sie, vor welchen Herausforderungen das Gesundheitswesen in den kommenden Jahren steht und diskutieren Sie mit unseren Experten.

Referenten

Dr. Thomas Ebensen, Abteilung Vakzinologie, Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung, Braunschweig

Prof. Dr. Georg Hempel, Institut für Pharmazeutische und Medizinische Chemie, Westfälische Wilhelms-Universität, Münster

Dr. Alexandra Stolzing, Fraunhofer-Institut für Zelltherapie und Immunologie, Leipzig

Jeanette Thiemann, Programm "Gesund Älter Werden", AOK, Braunschweig

Moderation

Dr. Bastian Dornbach, Pressereferent, Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung, Braunschweig

 

 

 

29. September 2011 - Was ist Glück?

Vortrag und Diskussion mit 

Prof. Dr. Dr. Hinderk M. Emrich, Klinik für Psychiatrie, Sozialpsychiatrie und Psychioterapie der Medizinischen Hochschule Hannover

Ernst Fritz-Schubert, Schulleiter der Willy-Hellbach Schule in Heidelberg

Moderation:

Henning Noske, Wissenschaftsredakteur der Braunschweiger Zeitung

Alle Menschen streben nach Glück - doch was macht glücklich?

Psychologischen Umfragen zufolge glauben die meisten Menschen, dass Glücksgefühle Geschenke des Schicksals sind und nicht gezielt hervorgerufen werden können. Ernst Fritz-Schubert, Direktor eines Heidelberger Gymnasiums ist anderer Meinung: Vor zwei Jahren führte er an seiner Schule das Wahlfach "Glück" ein. Sein oberstes Ziel ist es, die Persönlichkeit seiner Schülerinnen und Schüler zu stärken und sie somit auf ein Leben in heiterer Gelassenheit vorzubereiten. Auch Prof. Hinderk M. Emrich betont, dass es beim Thema "Glück" nicht nur um Gefühle, sondern um Grundsätzliches geht: Sinnstellungen und Sinnfülle. So kann ein vom Unglück gezeichnetes Leben doch in seiner Sinnstellung gelingend und damit geglückt ... glücklich sein.

 

 

25. August 2011 - Homöopathie – Was bringt die sanfte Medizin?

Einer Allesbach-Befragung zufolge haben 57 Prozent der Bevölkerung schon einmal homöopathische Mittel geschluckt. Doch versprechen Zuckerstreukügelchen tatsächlich Heilung? Kritiker der Homöopathie bemängeln, dass die Verdünnungen so hoch sind, dass nichts mehr übrig bleibt, was noch wirken kann. Und wie zum Beweis versammelte sich in England einen Gruppe von Skeptikern, die sogleich eine ganze Dose Kügelchen schluckte - ohne Nebenwirkungen. Also alles Quacksalberei? Warum wenden sich dann so viele Patienten enttäuscht von der Schulmedizin ab, um sich homöopathisch behandeln zu lassen? Gemeinsam mit Ihnen und unseren Experten möchten wir das Pro und Contra der Homöopathie im Spannungsfeld zwischen therapeutischer Erfahrung und wissenschaftlicher Betrachtung diskutieren.

 

 

 

 

23. Juni 2011 - EHEC: Was wir aus der Krise lernen können

Seit Ende Mai kämpfen Mediziner und Infektionsforscher gegen Enterohämorrhagische Escherichia coli (EHEC) - Bakterien. 
Hunderte Infizierte und auch Todesfälle zeugen von einem für alle überraschend schweren Ausbruch der EHEC-Seuche.
Wir diskutierten mit unseren Experten, warum sich die Seuche derart ausbreiten konnte, welche Reaktionen die Erreger in unserem Körper hervorrufen und wie man sich in Zukunft besser vor einem Ausbruch schützen kann. Natürlich waren auch die Kommunikationsmaßnahmen der Behörden und die Lage bei den Zuständigkeiten ein Thema der Diskussion.

26. Mai 2011 - Was es bedeutet gesund zu sein: Die Philosophie der Medizin

Bevor Menschen medizinisch (körperlich) krank werden, fehlt ihnen in der Regel etwas Nichtmedizinisches. In der ärztlichen Frage: Was fehlt Ihnen? liegt also eine verborgene Weisheit.
Prof. Dr. Klaus Michael Meyer-Abich, Naturwissenschaftler und Philosoph, setzt sich in seinem Buch mit den Defiziten der Schulmedizin auseinander. Die moderne Medizin denkt seiner Meinung nach nur in Begriffen der Krankheit. Meyer-Abich plädiert für ein neues Selbstverständnis, das die Gesundheit und das Wohlbefinden des Menschen in den Mittelpunkt rückt.

Prof. Dr. Klaus Michael Meyer-Abich lehrte Naturphilosophie an der Universität Essen und war von 1984-1987 Senator für Wissenschaft und Bildung in Hamburg.

28. April 2011 - Vom Reagenzglas in die Apotheke – Wie ein Medikament entsteht

Rund 12 Jahre dauert es bis ein neues Medikament auf den Markt kommt. Doch welche Hürden nehmen Wirk- und Impfstoffe vom Labor bis ans Patientenbett? Im Unterschied zur klassischen Arzneimittelforschung der Pharmaindustrie will die translationale Forschung den Wissensaustausch von interdisziplinären Teams aus Universitätsmedizin und außeruniversitären Einrichtungen fördern und so die Prozesse verkürzen. Erkenntnisse der Grundlagenforschung sollen möglichst schnell in Therapien oder Diagnoseverfahren umgesetzt werden. Umgekehrt sollen klinische Beobachtungen Anregung für die Grundlagenforschung bieten.
Was haben letztendlich die Patienten davon? Wie immer hatten Sie die Möglichkeit, mit den Experten zu diskutieren!

 

 

 

 

 

 

24. März 2011 - Wie sicher ist unser Trinkwasser?

Ob Pestizide, Uran oder Legionellen – unser Trinkwasser kann mitunter gefährlich für uns werden. Während der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft das deutsche Trinkwasser für eines der besten weltweit hält, stufte die UNESCO Deutschland auf Platz 57 von 122 Ländern ein. Der Grenzwert für Fremdstoffe im Wasser wurde seit 1980 mehrere Male angehoben. Umweltschützer bemängeln außerdem, dass nach einem neuen Gesetz aus dem Hause der Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, bisher nicht erlaubte Pestizide zugelassen werden, die dann auch unser Trinkwasser belasten.

Unsere Experten erklärten, wie unser Trinkwasser in Deutschland und insbesondere der Region Braunschweig gewonnen wird und welche Fremdstoffe darin enthalten sind. Im Anschluss hatten Sie wie immer die Möglichkeit, sich aktiv an der Diskussion zu beteiligen.

10. Februar 2011 - Wie sicher sind die Ergebnisse der Klimaforscher?

Auch wenn viele Fragen zum Klimawandel mittlerweile geklärt scheinen, so bleiben doch einige strittige Punkte, die weiterhin Anlass für die wissenschaftliche Diskussion liefern. Augusto Mangini hält aufgrund seiner Daten aus Tropfsteinhöhlen die bisher angenommenen Klimaschwankungen im Holozän für unterschätzt. Er hält - im Gegensatz zu Stefan Rahmstorf - diese Daten in der bisherigen Arbeit des IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change) für nicht genügend berücksichtigt.
Weiterhin geht er von der Möglichkeit aus, dass nicht das CO², sondern eine höhere Sonnenintensität für die Erwärmung der letzten 100 Jahre verantwortlich ist.
Mit Stefan Rahmstorf und Augusto Mangini trafen sich zwei der angesehensten deutschen Klimaforscher im Haus der Wissenschaft zum Streitgespräch! Daniel Lingenhöhl, Chefredakteur von Spektrum der Wissenschaft Online, stellte die Fragen und natürlich konnten auch Sie sich aktiv an der Diskussion beteiligen!

13. Januar 2011 - Geistig fit im Alter

Gerne möchten wir auch im hohen Alter noch aktiv am gesellschaftlichen Leben teilhaben und beispielsweise über die aktuellen Themen aus Politik und Kultur diskutieren. Doch häufig kommt es im hohen Alter zu einer Verminderung kognitiver Fähigkeiten, die die Betroffenen im alltäglichen Leben einschränkt.
Neuere Forschung, auch im Bereich der Neurowissenschaften, zeigt, dass es mit verschiedenen Maßnahmen möglich ist den natürlichen Rückgang der Leistungsfähigkeit unseres Gehirns zu stoppen oder zumindest zu verlangsamen. Sport und die Aufnahme neuer geistiger Betätigungen stehen hier als geeignete Mittel in vorderster Reihe.
Beide Aspekte diskutierten wir gemeinsam mit unseren Experten. Markus Weißkopf vom Haus der Wissenschaft stellte die Fragen und ließ selbstverständlich auch das Publikum zu Wort kommen.

16. Dezember 2010 - Gefährliche Strahlung? Schädigen Handys und WLAN unsere Gesundheit?

Viele Menschen haben Angst vor der Strahlung von Mobilfunkmasten, der ihrer eigenen Handys oder der des WLAN-Netzes. Doch ist diese Strahlung wirklich gefährlich für unsere Gesundheit? Sind unsere Grenzwerte für Strahleneinwirkung derzeit ausreichend?
Leider ist oft nicht nur die Bevölkerung selbst unzureichend über die wirklichen Gefahren informiert. Auch Behörden und Medien weisen teilweise nicht die nötige Sachkenntnis auf, um angemessen zu informieren.
Um mehr Licht ins Dunkel zu bringen, luden wir renommierte Experten ein, die sich mit den Auswirkungen elektromagnetischer Strahlung auf den menschlichen Organismus beschäftigen. Neben einem Einblick in ihre Arbeitsgebiete bekam das Publikum auch die Möglichkeit, Fragen zu stellen und mit den Wissenschaftlern zu diskutieren.

26. November 2010 - Von Genen und Skeletten - (R)evolutionen im Gestern, Heute und Morgen

»Alle, die Sie im Leibniz-Saal gehört haben, waren begeistert von Ihrer Sound-Collage und verfolgten bereits nach den ersten Klängen gebannt Ihre Performance. Ihnen ist eine wunderbare Überraschung gelungen.« So stand es in einem Dankesbrief anlässlich des Auftritts des Duos Kegel/Moritz in der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Künste.
Durch das enge Zusammenspiel von Wort und Klang entsteht ein viel intensiveres Stimmungsbild, als es mit Text oder Musik allein zu erreichen wäre. Das Resultat ist ein Film im Kopf der Zuhörer, traurig, schockierend und amüsant zugleich.
Bernhard Kegel, der Autor, unterhält das Publikum mit Wissenswertem und Amüsantem aus dem Reich der Gene und der Evolution. Dass er Wissenschaft greifbar und erlebbar machen kann, hat er bereits in Sachbüchern zur Epigenetik, aber auch in Romanen über Riesenkalmare gezeigt. Die ZEIT nannte ihn einen »Augenaufmacher«, der schwierige und oft eher verborgene Themen an die Oberfläche bringt.

Gemeinsam mit dem Jazzmusiker Ulrich Moritz war Bernhard Kegel im Haus der Wissenschaft zu hören. Die Musik nahm dabei die Inhalte der Lesung auf, kommentierte sie und ermöglichte neue Einblicke und Betrachtungen.

 

 

 

21. Oktober 2010 - Wie viel Hygiene muss sein?

Im Krankenhaus, das zeigen gerade die jüngsten tragischen Vorfälle, ist eine optimale Hygiene oft entscheidend über Leben und Tod. Der kleinste Fehler kann verhängnisvolle Folgen haben. Manche Patienten kommen durch Hygienemängel gar mit mehr Beschwerden aus der Klinik, als sie vorher hatten. Doch was bedeutet das eigentlich, Hygiene? Und was geschieht, wenn zu wenig Hygiene vorhanden ist? Welche Bakterien können uns dann gefährlich werden und wie kommt es zu einer Infektion?
In anderen Bereichen unseres Lebens - so zumindest einige Experten - ist genau das Gegenteil der Fall. Ein "steriles" Leben führt zum Beispiel zu einer höheren Anfälligkeit für Allergien. Kinder, die nicht mehr draußen "im Dreck" spielen dürfen, erfahren keine Abhärtung gegenüber alltäglichen Keimen, die sie dann später überraschend in Bedrängnis bringen können.
Beide Aspekte diskutierten wir gemeinsam mit Experten aus renommierten Institutionen. Claudia Gorille vom NDR Studio Braunschweig stellte die Fragen und ließ selbstverständlich auch das Publikum zu Wort kommen.

 

 

 

30. September 2010 - Impfen - Ja oder Nein?

Nicht erst seit dem Ausbruch der Schweinegrippe im vergangenen Jahr ist das Thema Impfen in der öffentlichen Diskussion. Masernerkrankungen nehmen vor allem in wohlhabenden Industrieländern wieder zu. Sich verändernde Klimabedingungen begünstigen Erreger, die in unseren Breiten längst ausgerottet schienen. Über passende Reaktionen, wie zum Beispiel verpflichtende Impfungen wurde in den vergangenen Monaten unter den Experten heftig debattiert.
Neben der generellen Notwendigkeit von Impfungen stellen sich weitere Fragen: Welche Rolle spielen die Medien und die Politik? Wie ist der Informationsstand der Hausärzte zu diesem Thema? Wo sind Informationen über neue Impfstoffe verfügbar? Wie wurden diese Impfstoffe getestet und welche Risiken sind noch vorhanden? Die anwesenden Experten betrachteten diese Fragestellungen aus unterschiedlichen Blickwinkeln und diskutierten mit dem Publikum.

26. August 2010 - Die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko

Lange sprudelte das Öl aus dem Meeresboden, wo ehemals die "Deepwater Horizon" stand - mittlerweile ist der Strom versiegt. Wie so oft wird es nun auch in den Medien stiller. Kaum noch gibt es Berichte über die Katastrophe in einem der artenreichsten Gewässer der Erde. Doch welche langfristigen Folgen wird das Austreten des Petroleums für Flora und Fauna im Wasser und an Land haben? Wie können die Reste des Öls, das ja immer noch auf und im Wasser sowie an den Küsten ist, beseitigt werden?
Dazu haben wir in dieser Veranstaltung der Reihe Tatsachen? Forschung unter der Lupe mit Experten aus verschiedenen Bereichen diskutiert. Und natürlich wollten wir auch die Frage klären, ob eine derartige Katastrophe ebenso an deutschen Küsten denkbar ist, was wir im Moment dagegen tun und welche zusätzlichen Maßnahmen angesichts des Unglücks vor der amerikanischen Küste ergriffen werden sollten.

20. Mai 2010 - Wir irren uns empor - Wissenschaft auf dem Weg zur Wahrheit

Ob Klima- oder Medikamentenforschung, wissenschaftliche Ergebnisse bleiben oft umstritten. Und doch sind wissenschaftliche Studien mehr und mehr Grundlage politischer Entscheidungen.
Bürgt Wissenschaft wirklich für Wahrheit? Wie versuchen Wissenschaftler die Wahrheit zu finden? Und wer legt eigentlich fest, was Wahrheit ist und wie man sie findet?
Innerhalb der Wissenschaftsgemeinde gibt es einen relativ großen Konsens über die Methoden der "Wahrheitsfindung". Lediglich eine geringe Anzahl von Aussagen ist tatsächlich nachweisbar richtig. Viele Theorien und Aussagen können nur dahingehend geprüft werden, ob sie falsch sind. Sind sie falsch, wird die Theorie verworfen. Kann sie in einer Prüfung nicht widerlegt werden, gilt sie weiterhin fort. Was aber nicht bedeutet, dass sie richtig ist.

22. April 2010 - 2030 - Unsere autofreie Zukunft?

Feinstaub, Klimawandel und knappe Ölreserven zwingen uns zum Umdenken beim Thema Mobilität. Radikale Vordenker stellen das Konzept "Auto" insgesamt in Frage und verlangen alternative Konzepte, die den Individualverkehr revolutionieren sollen. Doch welche Konzepte könnten das sein? Und woher nimmt man die Ressourcen für den Umbau eines gesamten Verkehrssystems? Und letztlich: Wie nimmt man die Bevölkerung mit in diesem Prozess?
Oder reicht es nur ein "bisschen" Abschied zu nehmen und beispielsweise durch alternative Antriebskonzepte das Konzept des Automobils zu erhalten?
Das sind die heißen Fragen, die wir gemeinsam mit renommierten Mobilitätsexperten bei dieser Veranstaltung diskutiert haben. Nach den Eingangsstatements der Referenten war die Möglichkeit gegeben, untereinander und mit den Experten in kleiner Runde zu diskutieren.

25. März 2010 - Grüne Gentechnik - Brauchen wir Freilandversuche in Deutschland?

Die EU hat gerade die neue Genkartoffel für den großflächigen Anbau zugelassen. Diese wird jedoch nur industriell und als Tierfutter verwertet. Doch vielen Gentechnik-Gegnern geht das bereits zu weit. Und was ist mit Pflanzen, die zum Verzehr für uns Menschen gedacht sind? Welcher Nutzen könnte hier für die Menschheit entstehen? Neben der Steigerung der Ertragsmenge von pflanzlichen Lebensmitteln, die helfen könnte das Ernährungsproblem zu lösen, sind auch qualitative Vorteile wie die Resistenz gegen Schädlinge zu erwarten.
Dagegen stehen die Bedenken der Gegner: Vor allem die unkontrollierte Ausbreitung der Pollen und die Einschränkung der biologischen Vielfalt werden immer wieder genannt.
Für die Wissenschaftler in den Braunschweiger Instituten ist die wichtigste Frage, ob weiterhin Forschung möglich ist, um diese Frage zu klären. Dazu werden Freilandversuche benötigt, die im letzten Jahr teilweise seitens des Bundes untersagt wurden. Ob die Chancen der Technologie die Risiken solcher Versuche überwiegen diskutierten unsere Gäste aus Forschung, Landwirtschaft und Industrie.

25. Februar 2010 - Jahre Bologna-Prozess - Segen oder Fluch für die deutschen Hochschulen?"

Am Donnerstag, den 25. Februar 2010 haben bei Tatsachen? Forschung unter der Lupe Prof. Dr. Heike Faßbender (Vizepräsidentin Lehre, Studium, Weiterbildung der TU Braunschweig) und Thomas Martin Peters (Leiter der Personalabteilung Führungskräfte der Salzgitter AG) mit weiteren Experten gemeinsam mit dem Publikum über den Bologna-Prozess diskutiert.

 

 

 

21. Januar 2010 - Schwarze Löcher, die dunklen Fallen der Raumzeit

Der Teilchenbeschleuniger LHC am Europäischen Kernforschungszentrum CERN in Genf läuft wieder und alle Welt stellt sich die Frage: Können wir selbst schwarze Löcher produzieren? Und: Wie gefährlich ist das Ganze?
Sind schwarze Löcher tatsächlich eine Gefahr und zwar nicht etwa in den Weiten des Weltalls, sondern in der Idylle der Schweizerischen Alpen?
Der Astrophysiker und Buchautor Dr. Andreas Müller (TU München) erläutert im Rahmen der Reihe Tatsache? Forschung unter der Lupe die Eigenschaften Schwarzer Löcher. Er erklärt, wie sie aus massereichen Sternen entstehen und sogar Sterne "auffressen". Wie sehen sie im Innern aus? Können wir bald ihr dunkles Geheimnis lüften? Darüber hinaus geht es um aktive Galaxien, wie die so genannten Quasare, in denen superschwere Schwarze Löcher Materie zum Leuchten bringen und auf spektakuläre Weise herausschießen.
Natürlich ging Andreas Müller auch auf die Frage nach der Erzeugung Schwarzer Löcher in den Teilchenbeschleunigern wie dem LHC am CERN ein und klärte auf, ob Gefahren von solchen Experimenten ausgehen.

2. Dezember 2009 - Hirndoping für alle? Auf dem Weg zur grenzenlosen Leistungsgesellschaft

Es ist der Traum der Leistungsgesellschaft - das Ideal vom perfekten Geist und Körper. Nicht nur die Schönheitschirurgie boomt, auch der Geist soll den stetig wachsenden Anforderungen entsprechen. Verschreibungspflichtige Medikamente, die eigentlich für ernstzunehmende Krankheiten entwickelt wurden, werden immer häufiger zur Leistungssteigerung eingesetzt. Laut einer anonymen Umfrage der Deutschen Angestellten Krankenkasse rüsten mittlerweile 800.000 Deutsche ihren Kopf regelmäßig chemisch auf. Nun fordert eine Gruppe von Wissenschaftlern den offenen Umgang mit Hirndoping. Wird damit gefährlichem Medikamentenmissbrauch mit nicht absehbaren Nebenwirkungen Tür und Tor geöffnet oder geht es hier um ganz natürliches Streben nach geistiger Optimierung?
Dr. Thorsten Galert und Dr. Thomas Bär stellten ihre Positionen zum Umgang mit Hirndoping dar. Anschließend gab es die Möglichkeit Fragen und Standpunkte mit den Referenten zu diskutieren. 

4. November 2009 - Künstliche Krankheiten - Wie Gesunde zu Kranken gemacht werden

Das "Geschäft mit der Krankheit" deckt Jörg Blech in seinem Buch "Die Krankheitserfinder" schonungslos auf. Er erklärt, wie z.B. Kinderlosigkeit in Krankheit umgedeutet wird, oder die weibliche Pubertät und die Menopause pathologisiert werden. Doch wer genau steckt hinter den Informationen, die über die Medien und andere Kanäle verbreitet werden? Sind allein die Pharmakonzerne schuld, oder spielen Wissenschaftler, Ärzte und Krankenkassen das Spiel nur allzu gerne mit?
Bei dieser Veranstaltung konnten Sie mit Jörg Blech und Dr. Thorsten Kleinschmidt diese Fragen diskutieren.

18. September 2009 - Du bist nicht allein? Gibt es Leben im Weltraum?

Bereits seit dem Altertum treibt die Menschen die Frage um, ob sie allein im Universum sind. Auch der moderne Mensch beschäftigt sich mit dieser nicht nur im wissenschaftlichen Sinne essentiellen Frage.
Ist es nicht wahrscheinlich, dass auf diesen Abermillionen Planeten da draußen auch irgendwo einer darunter ist, der Leben  ermöglicht? Könnte dies vielleicht schon ganz in unserer Nähe sein, möglicherweise auf dem Mars?
Dr. Gerda Horneck hält es für möglich, dass noch weiteres Leben existiert. Die Weltraumbiologin untersucht z.B. durch Experimente, ob Mikroorganismen in einem simulierten Weltraum überleben können.
Nach ihrem Vortrag führte Henning Noske von der Braunschweiger Zeitung durch den Rest des Abends und auch das Publikum war eingeladen, Fragen zu stellen.

19. August 2009 - Die Grenzen der wissenschaftlichen Freiheit - Pro und Contra Tierversuche

Das Thema "Tierversuche" berührt - Emotionen machen eine abwägende Diskussion über die Gründe für Tierversuche sehr schwierig. Muss man des wissenschaftlichen Fortschritts willen tatsächliche Tierversuche durchführen? Wo gibt es Grenzen?
Insgesamt konnten in den letzten Jahren Tierversuche durch die Anwendung alternativer Verfahren reduziert werden. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verweisen jedoch darauf, dass es z.B. bei der Impfstoffforschung weiterhin der Tierversuche bedarf, um letztendlich Menschenleben zu retten.
Anlässlich der Eröffnung des neuen "Maushaus" im Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung diskutierten Kritiker und Befürworter von Tierversuchen über Kriterien und Richtlinien.

28. Mai 2009 - Wie viel Impfung muss sein?

Nicht erst seit dem Ausbruch der Schweinegrippe im vergangenen Jahr ist das Thema Impfen in der öffentlichen Diskussion. Masernerkrankungen nehmen vor allem in wohlhabenden Industrieländern wieder zu. Sich verändernde Klimabedingungen begünstigen Erreger, die in unseren Breiten längst ausgerottet schienen. Über passende Reaktionen, wie zum Beispiel verpflichtende Impfungen wurde in den vergangenen Monaten unter den Experten heftig debattiert.
Neben der generellen Notwendigkeit von Impfungen stellen sich weitere Fragen: Welche Rolle spielen die Medien und die Politik? Wie ist der Informationsstand der Hausärzte zu diesem Thema? Wo sind Informationen über neue Impfstoffe verfügbar? Wie wurden diese Impfstoffe getestet und welche Risiken sind noch vorhanden? Die anwesenden Experten betrachteten diese Fragestellungen aus unterschiedlichen Blickwinkeln und diskutierten mit dem Publikum.




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