Über das HZI

Wie lösen Bakterien, Viren, Parasiten und Pilze Krankheiten aus? Und wie setzt sich unser Immunsystem gegen sie zur Wehr? Auf diese Fragen wollen wir am HZI fundierte Antworten finden. Unser Ziel dabei: Die Grundlagen für neue Diagnoseverfahren, neue Wirkstoffe und neue Therapien gegen Infektionskrankheiten zu schaffen.

Das Helmholtz-Zentrum

Am Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung untersuchen Wissenschaftler die Mechanismen von Infektionskrankheiten und ihrer Abwehr. Die Ergebnisse der Grundlagenforschung entwickeln wir systematisch in Richtung medizinischer Anwendung. Zu den wissenschaftlichen Fragestellungen, die wir bearbeiten, gehören:

  • Was macht Bakterien oder Viren zu Krankheitserregern?
  • Warum sind manche Menschen besonders empfindlich, andere dagegen widerstandsfähig gegenüber Infektionen?
  • Wie können wir in Infektionsprozesse eingreifen?
  • Wie übertragen wir unsere Erkenntnisse auf die Anwendung beim Menschen?

Zur Klärung solcher Fragen untersuchen wir Erreger, die medizinisch relevant sind oder die als Modell für die Erforschung von Infektionen genutzt werden können. Das Verständnis dieser Mechanismen wird dazu beitragen, Infektionskrankheiten durch neue Medikamente und Impfstoffe zu bekämpfen.

Zielsetzung

Aufgabe des Zentrums ist es, biomedizinische Forschung auf dem Gebiet der Infektionsbiologie sowie deren klinische Anwendung und praktische Umsetzung zu betreiben. Die Forschungsschwerpunkte des HZI konzentrieren sich auf das Programm Infektionsforschung.

Forschungsbudget

Im Jahr 2015 betragen die dem HZI vom Bund und den Ländern Niedersachsen und Saarland zur Verfügung gestellten Mittel aus der programmorientierten Förderung (POF) der Helmholtz-Gemeinschaft 53 Millionen Euro. Zusätzlich werben unsere Arbeitsgruppen- und Projektleiter jährlich Drittmittel aus nationalen Forschungsförderungsprogrammen, EU-Programmen und der Industrie ein. Außerdem führt das HZI das Fördermittelmanagement für das Deutsche Zentrum für Infektionsforschung (DZIF) durch und wird in dieser Funktion im Jahr 2015 insgesamt rund 34 Millionen Euro an DZIF-Projektmitteln weiterleiten.

Patente und Publikationen

Forschungsergebnisse werden immer wieder als Patente angemeldet - 2014 wurden beispielsweise 26 Patente erteilt und sieben prioritätsbegründete Anmeldungen beim Patentamt eingereicht. Zusätzlich weist das HZI eine Bilanz von ungefähr 385 Publikationen (2014) in internationalen, hochrangigen Wissenschaftsmagazinen auf. 

Mitarbeiter und Berufsfelder

Das HZI beschäftigt zurzeit 927 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (Stand: August 2015) aus verschiedenen Berufsfeldern: Biologen, Biotechnologen, Biochemiker, Chemiker, Mediziner, Laboranten und Assistenten sowie Bürokaufleute, Tierpfleger, Netzwerk-Spezialisten, Handwerker, Techniker und Ingenieure.

Internationale Forschung: 225 Gastwissenschaftler (Stand August 2015) aus 40 Ländern arbeiten am HZI.

Nachwuchsförderung