Nationales Genomforschungsnetz
Die enge Zusammenarbeit von Experten unterschiedlicher Fachrichtungen ist erforderlich, um Licht in die vielfältigen Aktivitäten der Gene zu bringen und die Funktion von noch unbekannten Zell-Bausteinen zu verstehen. Zu diesem Zweck wurde das Nationale Genomforschungsnetz (NGFN) im Jahr 2001 auf den Weg gebracht.
In diesem weltweit einzigartigen Großprojekt ist es gelungen, eine große Zahl wissenschaftlicher Gruppen zu vernetzen. Die Aufgabe dieses Genomnetzes ist die Erforschung von Volkskrankheiten, die in Deutschland häufig vorkommen und durch anhaltendes Leid und frühen Tod der Betroffenen von besonderer gesundheitspolitischer Bedeutung sind. Dazu zählen Krebs, Herz-/Kreislauf- und Stoffwechsel-Erkrankungen und Erkrankungen des Nervensystems. Außerdem werden Krankheiten untersucht, die auf Infektionen und Entzündungen sowie Umweltfaktoren beruhen. Erst der die Erkenntnis des komplexen Zusammenspiels der Gene und ihrer Produkte erlaubt umfassende Erkenntnisse. Aus diesem Grund betrachten die Wissenschaftler die Gesamtheit der Gene, das sogenannte „Genom“.


