Tierische und menschliche Zellen sind keine starren Objekte sondern aktiv beweglich. Sie müssen sich teilen können, wandern gerichtet im Körper umher, umschließen Signalmoleküle oder Krankheitserreger und nehmen sie so auf.
Zur Fortbewegung bilden die Zellen kleine Ausstülpungen und Vorschübe: Lamellipodien, die eher flach und breit angelegt sind und Filopodien, die fingerförmig aus der Zelle ragen.
Unentbehrlich für solche Vorschübe ist das Aktin, ein extrem dynamischer Teil des Cytoskeletts. Das Cytoskelett verleiht den einzelnen Zellen Halt und Struktur, vermittelt aber auch die Zellbewegung. Aktin bildet dünne Fäden, sogenannte Mikrofilamente, die schnell länger oder kürzer werden können. In den Lamellipodien liegt das Aktin über Kreuz, während es in den Filopodien parallel gebündelt auftritt.
An der Zellvorderseite wachsen die Aktinfilamente besonders schnell. In Lamellipodien wird das Wachstum der Aktinfilamente durch Arp2/3 kontrolliert. Der Arp2/3-Komplex arbeitet jedoch nicht allein, er steht erst am Ende einer Reihe von Signalen und Aktivierungen. Bislang sind nur einzelne Teile dieser Signal-Reihenfolge bekannt. Aus wie vielen Schritten dieser Signalweg tatsächlich besteht, und wie die Einzelsignale miteinander kommunizieren, bis es letztlich zur Bewegung der Zelle kommt, erforscht die Arbeitsgruppe „Signaltransduktion und Motilität“.




