Unsere Forschung

Wie lösen Bakterien, Viren, Parasiten und Pilze Krankheiten aus? Und wie setzt sich unser Immunsystem gegen sie zur Wehr? Auf diese Fragen wollen wir am Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI) fundierte Antworten finden. Unser Ziel dabei: Die Grundlagen für neue Diagnoseverfahren, neue Wirkstoffe und neue Therapien gegen Infektionskrankheiten zu schaffen.

Die Forscher unseres Zentrums nehmen sich – gemeinsam mit rund 100 Gastwissenschaftlern aus aller Welt – diesen drängenden Aufgaben an. Mit anspruchsvoller Labortechnik beobachten sie Erreger beim Angriff und Immunzellen bei deren Abwehr. Sie analysieren die molekulare Struktur der „Waffen“, die Krankheitserreger auf ihre Zielzellen richten, und arbeiten an Methoden, diese zu entschärfen. Sie suchen nach Substanzen aus Natur und Labor, die Krankheitskeime unschädlich machen und Infektionen verhindern oder kurieren können. Sie nutzen Hightech-Analysegeräte und studieren Infektionsprozesse in Zellkulturen, in aufwändigen Computersimulationen, in Mäusen – all dies im Interesse einer gesünderen Zukunft.

Damit verfolgt das HZI die Ziele der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren und trägt zur erfolgreichen Umsetzung der Forschungsstrategie der Bundesregierung bei. Die Aktivitäten der Helmholtz-Gemeinschaft gliedern sich in sechs Forschungsbereiche mit verschiedenen Programmen. Nach jeweils fünf Jahren bewerben sich die mittlerweile 18 Zentren der Helmholtz-Gemeinschaft mit den von ihnen entworfenen Programmen in einem Wettbewerb um Fördergelder.

Das HZI konzentriert sich dabei auf das Programm "Infektionsforschung". Ziel ist es, die wachsenden Herausforderungen der Infektionsforschung zu lösen: Zunehmend auftretende Antibiotika-Resistenzen, erleichterte Übertragungswege von Krankheitserregern durch unsere hohe Mobilität und den Klimawandel sowie eine immer älter werdende Bevölkerung fördern die Ausbreitung von Infektionen. Dazu kommen Ausbrüche bislang unbekannter Krankheiten wie SARS, Vogel- oder Schweinegrippe. Bekannte Erreger steigern plötzlich ihre Aggressivität, wie bei der EHEC-Epidemie 2011 in Norddeutschland.

Die einzelnen Forschungsprojekte des HZI sind im Rahmen des Forschungsprogramms drei Themen zugeordnet:

Ein intensiver Kontakt und Austausch zwischen den einzelnen Themen sichert den Erfolg des Programms.

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