Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung

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Die Abteilung Wirkstoff-Transport

Trotz der Vielzahl verschiedenster Medikamente ist die Suche nach neuen Wirkstoffen gerade jetzt ein äußerst wichtiges Gebiet der pharmazeutischen Forschung. Neben einem Mangel an wirksamen Medikamenten gegen viele schwere Krankheiten nimmt die Zahl von Krankheitserregern, die resistent gegen gängige Arzneimittel sind, weiter zu. Fortschritte in der molekularen Biotechnologie und der medizinischen Chemie haben zu der Entdeckung neuer Kandidaten für Medikamente geführt. Damit diese Moleküle allerdings zu echten Arzneimitteln umgeformt werden können, müssen Forscher zunächst ihre biochemischen Eigenschaften untersuchen. Besonders wichtig ist dabei, ob die neuen Wirkstoffe in der Lage sind, biologische Barrieren wie die Lunge, den Verdauungstrakt oder die Haut zu passieren. Außerdem müssen die Wissenschaftler neue Technologien entwickeln, um den sicheren Transport der Moleküle an den vorgesehenen Wirkort, also zum Beispiel den Ort der Infektion oder Komponenten des Immunsystems, zu gewährleisten.

HT-29-Zellen mit adhärierten modifizierten Nanopartikeln


Aus diesen Gründen erforscht die Abteilung „Wirkstoff-Transport“ zum einen die biologischen Barrieren selbst. Darüber hinaus entwickeln die Forscher aber auch geeignete Transportsysteme, die diese Barrieren durchdringen können und so den Wirkstoff zum Zielort befördern. Außerdem wird diese Arbeit auch auf die Erstellung neuer, laborgestützter Modelle ausgeweitet, die verbesserte Möglichkeiten zur Untersuchung der Mechanismen, Behandlung und Prävention von Infektionskrankheiten bieten.

Parallel dehnt die Abteilung die Nanotechnologie-Plattform aus, um mit multifunktionalen Nanotransportern Moleküle sowohl im Modell als auch im Organismus zu verfolgen, zum Wirkort zu leiten und dort eine kontrollierte Freisetzung des Transportgutes sicherzustellen. Anschließend erfolgen dann ein kontrollierter Abbau der Nanotransporter und die Ausscheidung der Abbauprodukte aus dem Körper.




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21.05.2012