Zelluläre Proteomforschung
Proteine sind in verschiedenen Bereichen essentiell für die Funktion von Zellen: als strukturgebende Komponenten, als Enzyme in Stoffwechselprozessen sowie als Boten und Empfänger in jeder Art von Signalkaskaden. Die Proteomforschung vereinigt Technologien aus dem Bereich Proteinchemie, Massenspektrometrie und Bioinformatik und hat zum Ziel, den Zustand möglichst aller Proteine eines Organismus – des sogenannten Proteoms – systematisch zu charakterisieren.
Die Arbeitsgruppe „Zelluläre Proteomforschung“ analysiert Veränderungen des Proteoms, die während des ersten Kontaktes bei einer Infektion zwischen bakteriellen und eukaryotischen Zellen für den Verlauf der Infektion und Pathogenese von Bedeutung sind. Neben der Identifizierung neuer Virulenzfaktoren und der Analyse posttranslationaler Modifikationen wird vor allem die quantitative und zeitlich aufgelöste Charakterisierung von eukaryotischen Signalprozessen, die durch bakterielle Effektoren gezielt beeinflusst und im Sinne des Pathogens ausgenutzt werden, im Mittelpunkt der weiteren Forschung stehen.


